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Wilhelm Martin Leberecht de Wette - Ein Universaltheologe des 19. JahrhundertsAm 12.1.1780 als Pfarrerssohn in Ulla bei Weimar geboren. De Wette besuchte seit 1792 die Stadtschule in Buttstädt und seit 1796 das Gymnasium in Weimar, dessen Ephorus Johann Gottfried Herder ihm ein Führer wurde auf die "ewig grüne, vom Wasser des Lebens getränkte Weide", und studierte seit 1799 in Jena Theologie bei Johann Jakob Griesbach, Johann Philipp Gabler und Heinrich Eberhard Gottlob Paulus.
Im Frühjahr 1822 folgte er dem Ruf als Professor der Theologie nach Basel. 1829 verlieh man ihm das Bürgerrecht und viermal wählte man ihn zum Rektor der Universität. In Basel verfasste er unter anderem Kommentare zu allen Büchern des Neuen Testaments, die im 19. Jahrhundert sehr bekannt waren und viel gelesen wurden. Er ist Autor auch zahlreicher namhafter Beiträge zur Dogmatik und edierte die Briefe Luthers. Der wissenschaftlich so erfolgreiche Mann, theologisch zwischen den Fronten stehend und stark umstritten, erwarb sich ebenfalls grosse Verdienste um die Universität Basel, die während der Wirren um die Trennung von Basel Stadt und Landschaft in ihrer Existenz bedroht war. De Wette ging allmählich, wie er sagt, von den "gefährlichen Stürmern" zu den "konservativen Kämpfern" über. So wurde er von den enttäuschten Vulgärationalisten als Pietist verschrien, während die Pietisten ihn als Rationalisten bekämpften. Er war ein bedeutender, scharf-kritischer alt- und neutestamentlicher Exeget und Isagogiker. Als Dogmatiker suchte und fand er mit Hilfe der Friesschen Philosophie eine Befriedigung des religiösen Bedürfnisses im Gefühl, im Glauben, in der ästhetischen Symbolik und der religiösen Ahnung und war bemüht, die Theologie aus dem alten Gegensatz des Rationalismus und Supranaturalismus hinaus- und in tiefere Probleme hineinzuführen. De Wette starb am 16.6.1849 in Basel. Wilhelm Martin Leberecht de Wette im Internet: |